Staub als Asthma-Schutz


Auf den Inhalt kommt es an!
Staub als Asthma-Schutz
Patrick Foto/Shutterstock.com

Kinder mit Kontakt zu Tieren entwickeln seltener Allergien und Asthma – das ist bekannt. Um von diesem Effekt zu profitieren, müssen sich fürsorgliche Eltern aber keine Kuh ins Haus holen, bäuerlicher Staub im Wohnzimmer reicht für den Schutz schon aus.

Staub aus über 400 Wohnzimmern

Kuhstall-Luft schützt Kinder vor Allergien und Asthma – das haben schon viele Untersuchungen belegt. Dahinter steckt das Immunsystem, das durch den frühen Kontakt zu den „richtigen“ Bakterien lernt, bei späterem Kontakt zu Allergenen nicht so schnell überzureagieren. Finnische Forscher wollten nun wissen, welche Mikroorganismen bäuerliche oder städtische Heimen besiedeln und wie sich die Keime auf das Immunsystem der dort wohnenden Kinder auswirken. Dazu entnahmen sie Staubproben aus über 400 Wohnzimmern von Familien, die ein Kind im Alter von 2 Monaten hatten. Gut 200 Kinder wohnten im ländlichen Raum, 200 weitere Kinder in den Vororten der ostfinnischen Stadt Kupio. Außerdem untersuchten die Forscher das Immunsystem dieser Kinder mit speziellen Labortest.

Landkeime und Stadtkeime

Wie erwartet, wimmelte es im Hausstaub aus den Wohnzimmern der Bauernhöfe von Bakterien, die auch in Ställen vorkommen (Bacteroides, Lactobazillen und Clostridien). Im vorstädtischen Wohnzimmerstaub überwogen dagegen Staphylokokken und Streptokokken. Allerdings gab es in den Vororten auch Wohnzimmer, in denen sich ländliche Bakterien tummelten: Dies waren eher ältere Häuser mit hoher Luftfeuchtigkeit, Häuser, in denen die Familienmitglieder die Wohnräume häufiger mit Straßenschuhen betraten und in denen mehrere Kinder wohnten.

Immunsystem toleranter

Die Labortests ergaben, dass das Immunsystem von Kindern, die mit ländlichen Keimen aufwuchsen, eine Toleranz entwickelte. Das galt sowohl für die Kinder von den Bauernhöfen als auch für die Kinder, die bäuerlichem Staub in ihrem Vorort-Wohnzimmer ausgesetzt waren. Die Entwicklung einer solchen immunologischen Toleranz reduziert wiederum das Risiko, Asthma und Allergien auszubilden. Nach diesen Ergebnissen vermuten die Autoren, dass auch Vorstadt-Kinder ohne direkten Kuh-Kontakt vom Asthma-Schutz aus dem Bauernhof profitieren – Hauptsache, die richtigen Landkeime landen in ihrem Wohnzimmerstaub.

Quelle: Ärzteblatt

News

Blutdrucksenker abends einnehmen?
Blutdrucksenker abends einnehmen?

Weniger Herzinfarkte

Viele Menschen mit hohem Blutdruck schlucken ihre Blutdrucksenker gleich morgens nach dem Aufwachen. Schon lange ist aber in Diskussion, ob nicht die abendliche Einnahme von Blutdrucksenkern besser ist. Dafür sprechen auch die Ergebnisse einer aktuellen spanischen Studie.   mehr

Keine Kuhmilch nach der Geburt
Keine Kuhmilch nach der Geburt

Risiko Nahrungsmittelallergie

Wer seinem Baby in den ersten Lebenstagen Kuhmilch zufüttert, riskiert vielleicht, dass das Kind eine Nahrungsmittelallergie entwickelt. Das gilt vor allem für Neugeborene aus Allergie-belasteten Familien, wie japanische Forscher kürzlich herausgefunden haben.   mehr

Nächtliches Asthma: Was tun?
Nächtliches Asthma: Was tun?

Hustenanfälle im Schlaf lindern

Nächtliche Hustenanfälle sind für Asthma-Patienten besonders belastend. Lässt sich der potenzielle Auslöser herausfinden, können die Beschwerden aber gelindert werden.   mehr

Atropin bei Kurzsichtigkeit?
Atropin bei Kurzsichtigkeit?

Neue Therapien sparen Dioptrien

Immerhin 30 % der deutschen Bevölkerung leidet inzwischen unter Kurzsichtigkeit (Myopie). Diese beginnt meist in der Kindheit, verschlechtert sich aber bis zum Erwachsenenalter immer weiter. Neue Therapieansätze versprechen nun, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu stoppen.   mehr

Die Angst als ständiger Begleiter
Die Angst als ständiger Begleiter

Angststörungen mutig überwinden

Studien zufolge liegt das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Angststörung zu erkranken, bei 14 bis 29 Prozent – damit sind Angststörungen vor Depressionen die häufigste psychische Erkrankung. Doch wie lässt sich die Angst überwinden?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren
Winckelmann-Apotheke
Inhaber Mathias Knöpfle-Lassig
Telefon 0351/4 01 59 87
Fax 0351/4 01 59 88
E-Mail winckelmann-apotheke-bannewitz@web.de